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Über das Haus

Museumstraße 7: ein historischer Ort, der heute Begegnung und Jugendarbeit möglich macht.

Das Gebäude wurde 1566 erbaut und sehr unterschiedlich genutzt: unter anderem als Armenkeller, Remise, Ortsgefängnis und später als Haus der Jugend. Seit 1952 ist es eng mit Jugendarbeit in Reutlingen verbunden.

Heute steht nicht die Vergangenheit des Gebäudes im Mittelpunkt, sondern das, was dort möglich wird: Treffen, Proben, Seminare, Jugendkultur, politische Bildung, Medienarbeit und Austausch zwischen Menschen, die sich in Reutlingen engagieren.

Offene Türen für Jugendliche und Jugendarbeit

Das Haus gehört der Stadt Reutlingen. Der Stadtjugendring organisiert die Nutzung und Verwaltung. Vorrang haben Jugendarbeit, Mitgliedsvereine und Bildungsangebote. Gleichzeitig ist das Haus ein Ort für Kinder und Jugendliche, Kultur und Stadtgesellschaft.

Im Haus aktiv

Fast 500 Jahre Museumstraße 7

Das Haus hat sehr unterschiedliche Gruppen beherbergt — begeisterte Besucher:innen ebenso wie Menschen, die gegen ihren Willen hier waren.

Jahr Was passierte
1566 Erbaut und als Armenkeller genutzt
1899 Einbau von Arrestzellen, Einzug des Landjägerkommandos
1905 Einrichtung einer Freibank, Nutzung als Remise
1928 Einzug der Weingärtnerzunft
bis 1951 Nutzung als Ortsgefängnis — auch während der NS-Zeit, danach durch die französischen Besatzungstruppen
1952 Umbau zum Haus der Jugend
ab 1952 Nutzung durch Stadtjugendring, Sonderschule, Musikschule, DRK, Tagesmütter und Verbrauchergemeinschaft
1984 Die Kulturwerkstatt baut den Gewölbekeller zum Musikproberaum um
1989 Eröffnung der Computerwerkstatt
1990–91 Großer Umbau: neuer Eingangsbereich, neuer Saal, Jugendtreff „Pinnwand“, Ausstellungsbereich, Ausbau des Dachs
1994 Eröffnung des Mädchen*cafés
1997 Einzug des Jugendgemeinderats und des Internetcafés „chatbox“
1998 Einzug von gÖrls e.V., Einbau des Intranets, erste Website
2002 50 Jahre Stadtjugendring Reutlingen und Haus der Jugend
2025 Die Raumvergabe läuft seit diesem Jahr online, Verfügbarkeiten sind öffentlich einsehbar

Eine Zeitzeugin

Frau Senz lebte von 1925 bis 1950 im Haus. Später wohnte sie viele Jahre in der direkten Nachbarschaft und ertrug den Betrieb im Haus der Jugend meist mit Gelassenheit.

Im Rahmen eines Medienprojekts erzählte sie in einem langen Interview, was sie hier erlebt hat: über die Nazizeit, das „Blaumännle“, die Weingärtnergenossenschaft, den Luftschutzkeller und das Gefängnis.

Was davon heute sichtbar ist

Der Gewölbekeller U7 und die Holzsäulen im Saal und im Jugendtreff stammen aus der Bausubstanz früherer Jahrhunderte. Wer das Haus mietet, veranstaltet in einem denkmalgeschützten Gebäude mitten in der Reutlinger Innenstadt.

Das Haus nutzen

Räume lassen sich einzeln buchen — für einen Abend, einen Tag oder regelmäßig.